Immunologischer Stuhltest


Vorsorge mit dem immunologischen Stuhltest - weshalb?


Jährlich erkranken allein in Deutschland über 60.000 Menschen an Darmkrebs. Damit ist Darmkrebs bei Frauen und Männern gesamt betrachtet die am zweithäufigsten auftretende Krebsart. Auslöser sind unumstritten genetische Faktoren aber auch Lebens- und Ernährungsgewohnheiten unserer heutigen Gesellschaften. Darmtumore wachsen dabei sehr langsam und entwickeln sich über Jahre ohne Symptome zu verursachen. Da die Heilungschancen im Allgemeinen sehr gut sind, aber entscheidend davon abhängen, dass der Tumor frühzeitig entdeckt wird, ist der immunologische Stuhltest von größter Wichtigkeit bei der Vorsorge.


Der immunologische Stuhltest


Krebsgeschwüre beziehungsweise deren Vorstufe - Polypen genannt - besitzen zahlreiche feine Blutgefäße, die durch kleinste Verletzungen geringe Mengen an Blut verlieren, welches in den Stuhl einsickert. Um dieses versteckte Blut zu erkennen und damit Rückschlüsse auf krankhafte Veränderungen ziehen zu können, benötigt man entsprechende Stuhltests.
 
Bei der Krebsvorsorge wird zwischen chemischem Stuhltest (Haemoccult) und immunologischem Stuhltest unterschieden. Der chemische Stuhltest wird von jeder Krankenversicherung übernommen, hat aber den großen Nachteil, dass eine spezielle Diät vor Durchführung notwendig ist, da dieser chemische Test nicht zwischen menschlichem und tierischem Blut unterscheiden kann. Somit kann ein fälschlicherweise positives Ergebnis beispielsweise durch eine schlechte Vorverdauung bei der Nahrungsaufnahme von tierischen Speisen entstehen. Ebenso kann bei Frauen die Regelblutung das Testergebnis verfälschen.

Im Gegensatz dazu bietet der immunologische Stuhltest eine wesentlich verbesserte und viel sicherere Methode. Hierbei werden auch Blutungen der oberen Mastdarmabschnitte erfasst, die Nahrung selbst spielt keine Rolle. Allerdings wird dieser Test bisher nicht von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 35,- Euro und müssen privat getragen werden.
Eine weitere Verbesserung der Testergebnisse lässt sich durch den sogenannten M2-PK 2in1 Quick (Nachweis von Blut und einem Enzym, das nur durch Tumorzellen produziert wird) erzielen. Hierbei werden auch nich blutende Polypen und Tumore erfasst. Die Kosten für diesen Test beetrafen 52,99 Euro.

Alle Stuhltests können zuhause selbst durchgeführt werden und ist damit eine einfache aber nicht zu unterschätzende Möglichkeit, Leben zu retten.