NMP22 Blasenkrebstest


Blasenkrebs - Was ist das


In Deutschland erkranken jährlich etwa 6000 Frauen und über 10.000 Männer an Harnblasenkrebs. Blasenkrebs wächst langsam, oft über Jahre hinweg und zeigt im Frühstadium keine Symptome, weshalb man auf Vorsorgemaßnahmen angewiesen ist.

Risikofaktoren


Das Erkrankungsrisiko steigt generell ab dem 40. Lebensjahr. Daher sollte man von diesem Alter an regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen.
Weitere wesentliche Ursachen für die Entstehung von Harnblasenkrebs sind an erster Stelle das Rauchen, aber auch die Belastung mit Chemikalien, deren Giftstoffe über Leber, Darm und Blase abgebaut werden. Dazu gehören beispielsweise chemische Stoffe aus der Textil-, Leder- oder Farbindustrie sowie aus metallverarbeitenden Branchen. Doch auch Friseurinnen tragen ein erhöhtes Risiko. Überdies wird die Entstehung von Blasentumoren durch chronische Harnwegsinfekte gefördert.

Früherkennung


Generell gilt hier wie bei allen anderen Krebsarten auch, dass es die Heilungschancen bedeutend erhöht, wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird.

Anhand von Urintests wird eine frühzeitige Diagnose von Harnblasenkrebs ermöglicht. Normale Urintests allerdings könnten bei schweren Harnblasenentzündungen zu fälschlicherweise positivem Ergebnis kommen. Andererseits könnten Krebserkrankungen in einem sehr frühen Stadium leicht übersehen werden.

Daher wurde die NMP-22-Testmethode entwickelt. Diese untersucht den Urin auf ein Protein aus dem Zellkern (NMP-22), das bei Vorhandensein von Tumorzellen vermehrt gebildet wird und somit Indiz für Harnblasenkrebs sein kann. Dabei ist dieser Test sehr spezifisch, fälschlicherweise positive Befunde sind nicht möglich. Der Test wird üblicherweise in der Arztpraxis durchgeführt. Hierzu werden einige Tropfen frischen Urins auf einen Teststreifen gegeben, das Ergebnis kann kurze Zeit später abgelesen werden.